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3.Tag
Leider regnet es wieder etwas als wir los fahren
wollen. Schade! Geplant war es über den Nassfeldpass nach Tarvisio,
dann über den Predil Pass, die Mangartstrasse mitnehmend nach
Slowenien zu fahren.
Soweit der Plan! Nun die Tat!
Der Nassfeldpass ist gesperrt, wir können nur auf der
Umgehungsstrasse über Tarvisio den Predil Pass erreichen. Der REGEN!
Wir haben wirklich gedacht lächle und sei froh es könnte schlimmer
kommen! Und wir lächelten und waren froh und es kam schlimmer! 10 km
westlich von uns steht genau in diesem Moment ein Dorf in Italien
wegen Murenabgänge vor der Evakuierung. In jeder Kehre Schlamm, Steine
und Schilder mit Erdrutschgefahr. Es war echt fürchterlich. Als wir
unten ankamen, war die Polizei gerade dabei auch diesen Pass zu
sperren, wir sind so gerade noch drüber, aber ob es das wert war?
Wir haben keine andere Wahl: Der nächste Ort heißt
Bovec, dort gehen wir ins Alp-Hotel und stellen unsere Sachen in den
Trockenraum. Ihr könnt Euch vorstellen, es gab nicht mehr viel
trockenes an uns und haben unseren Tourentag für heute beendet.
Hurra, wir sind in Slowenien!
Übrigens Fotos gibt es vom heutigen Tag keine.
4.Tag
Heute machen wir gut ausgeschlafen eine sehr lange
Tour. Sie führt uns zuerst am Socca Tal vorbei in das Vipava Tal, hier
tobt heute kräftig die Bora und es ist kalt aber wieder sonnig. Die
Landschaft ist geprägt vom Weinanbau, die Berge sind nicht sehr hoch,
auf den Bergkuppen sieht man immer wieder alte Burgen und alte
befestigte Städtchen. Eine Burg sehen wir uns an: die Predjamska grad.
FANTASTISCH! Weiter geht es an Postojna vorbei zum Cerknico jezero,
der See der nur im Herbst und Winter nach ergiebigen Regenfällen da
ist. Ist schon verrückt, man umfährt auf einer kleinen Schotterstraße,
ca. 25 km, einen See und sieht ihn nicht. Übriggeblieben sind nur
Gräser, Schilf und tote Fische.
Nach einem sehr reichhaltigen Mittag (Junge, Junge die
Slovenen verstehen zu kochen! Lecker, üppig, einfach mmmh) geht es ins
Tal der Krka! Schön sag ich Euch! Kurven bis der Arzt kommt, tolle
Straßen, kein Verkehr, fantastische Landschaft, kein Wunder das es
heute spät wird.
Wir nehmen Quartier in einem der touristischen
Bauernhöfe. Und zwar direkt am Fluß Krka. Man muss sich das
vorstellen! Du kommst an, machst das Zimmer klar, direkt am Fluss gibt
es Holzbänke und –tische. Du setzt Dich hin und genießt, e` lecker
Fläschken Bier in de Hand, das Leben. Da kommt die Bäuerin mit einem
Eimer frisch gefangener Forellen vorbei, fängt an sie im Fluss zu
waschen und fragt Dich ob Du zum Abendbrot Lust auf eine hast. Fragen?
Servieren! Und das schmeckte! Als erstes gibt es Möhrensuppe, dann
gebackene Forelle mit Pommes und einer Riesenschüssel Salat! Das
Zimmer ist auch sehr gut, wir haben wunderbar geschlafen!
Übrigens: Übernachtung mit einen Riesenfrühstück,
deftig und viel, Abendbrot, 6 Fl. Bier und ein Slivowitz nur 53,- Euro
für beide!
5.Tag
Der heutige Fahrtag fängt etwas bedeckt an, wird gegen
Mittag aber sehr sonnig und auch wieder wärmer. Wir fahren zuerst an
der Krka vorbei zur Quelle, leider herrscht kein Niedrigwasser so das
wir nicht in die Höhlen zum unterirdischen See hinein können. Ist aber
trotzdem wunderschön.
Postkartenidylle fast kitschig: ganz leise plätschert
das Wasser aus verschiedenen Zuläufen aus dem Berg in den hier
beginnenden Fluss, welcher, bevor er in Kroatien ins Meer geht, zu den
bekannten Krker Wasserfällen wird. Und so geht der heutige Tag auch
weiter:
Wir sind ganz alleine. Die Straße gehört fast uns,
kleine Dörfer am Rande der Krka, mal ein kleiner Strudel, mal ganz
ruhig fließt der Fluss dahin. Dunkelgrün das Wasser, sanft geformte
Berge, strahlend blauer Himmel. Wir verlassen das Tal der Krka, aber
die Gegend bleibt gleich. Ab und zu halten wir einmal an um ein
kleines Städtchen zu besuchen, es gibt deren einige. Alte Marktplätze,
Flüsse die durch die Städtchen fließen, alte Holzbrücken- kaum zu
glauben das die noch tragfähig sind, Holzschnitzereien, ach es gibt
soviel, man kann es gar nicht alles aufzählen...
Wir machen heute Rast in Ptuj. Eine Stadt an der
ehemaligen Perlenstraße, eine Stadt die von alten Kulturschätzen und
Reichtum jede Menge zu bieten hat. Leider sieht man in unserer
Unterkunft, einem 2** Sterne Hotel, das einzige mit Garage, nicht`s
davon. Na ja, wir wollen mal durch` ne Stadt laufen, das Zimmer ist ja
nur zum schlafen. Also los! Wer Kultur mag kann sich hier wirklich
austoben, da wir schönes Wetter haben ist auch auf den Straßen (alles
Fußgänger Bereich) viel los. Gegen 19 Uhr wollen wir zum Essen, aber
was ist jetzt los? Sämtliche Lokale schließen ihre Küchen um 18 Uhr!
Hast Du da noch Worte?
Na eines gibt es noch, wir wollten es zwar meiden, da
es ein richtiges nobles Feinschmeckerlokal zu sein schien, aber wir
haben für ein kleines Geld sehr gut gespeist! Wieder ein gelungener
Tag!
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